«In einem fremden Land zu veröffentlichen ist immer etwas ganz Besonderes». Die Unterhaltung mit Bernd Frenz.

Der Autor: Wjatscheslaw Murigin
Die Serienbibliographie von S.T.A.L.K.E.R. umfasst mehr als vierzig Bücher und erfreut sich großer Beliebtheit. Die Bücherverleger bemühen sich neue Auflagen herauszugeben. Der Annäherung zwischen beiden Richtungen – Spielen und Büchern – führt im Endergebnis zu einer gegenseitigen Befruchtung. Der Versuch der literarischen Umsetzung (selbst unter der Berücksichtigung der «Heroes of Annihilated Empires» Serie) ist aber bei weitem nicht der erste von GSC Game World. Ernstlich beschloss die Kompanie diese Praxis auf dem deutschen Buchmarkt noch fünf Jahre früher zu verbreiten. Sie schloss einen Vertrag mit dem «Panini-Verlag» und den Schriftstellern Bernd Frenz und Claudia Kern. Alle von ihnen geschriebene Romane wurden von der Kritik und den Lesern in Deutschland gut aufgenommen und zu Bestsellern. Daraufhin wurden auch mehrere Romane aus der russischen Serie ins Deutsche übersetzt.
Unter Mithilfe von Oleg Yavorsky (PR-Direktor GSC Game World) haben die Berichterstatter von GSC-Fan.com die Verbindung mit dem Phantastikschriftsteller Bernd Frenz hergestellt und ihn gebeten auf einige Fragen zu antworten. Dieses Interview liegt nun vor.
Oleg Yavorsky: Die S.T.A.L.K.E.R.-Romane in Deutschland waren zunächst, wie in der GUS, ein Experiment. Es gab genügend Fans des S.T.A.L.K.E.R. Spieles und wir haben schnell eine Übereinkunft mit dem örtlichen Verlag – Panini Books – gefunden. Sie gingen tüchtig ins Zeug: suchten passende Autoren aus. Wir besprachen gemeinsam die Thematik und stellten genügend Ausgangsmaterial zur Verfügung. Die ausgestellte Lizenz galt zunächst für drei Bücher. Die Veröffentlichung verlief parallel zum Erscheinen von Shadow of Chernobyl. Unsere deutsche Partner sind sehr zufrieden mit der Serie und setzen sie weiter fort: Kommerziell ist die russische Serie S.T.A.L.K.E.R. sehr erfolgreich, darüber hinaus ist es für uns aber auch interessant, das Spiel aus verschiedenen internationalen Blickwinkeln literarisch beleuchtet zu sehen.
Unsere Auskunft
Die ukrainische Kompanie GSC Game World und der deutsche Verlag «Panini» haben einen Vertrag über die Herausgabe der Buchserie zu dem Spiel «S.T.A.L.K.E.R.» in Deutschland geschlossen, die speziell für den deutschen Markt bestimmt war. Die Umsetzung des Romans haben die Schriftsteller Claudia Kern und Bernd Frenz übergenommen. Der erste Roman der Trilogie «Todeszone», der die Vorgeschichte von S.T.A.L.K.E.R. erzählt, erschien Anfang des Jahres 2006. Das zweite Buch «Inferno» wurde ganz allein von Bernd Frenz verfasst und kam im Jahre 2007 auf den Markt, als das Spiel S.T.A.L.K.E.R. erschien. Der letzte Band des Zyklus «Apokalypse» wurde im Jahre 2008 unter der Autorschaft von Bernd Frenz veröffentlicht.
Bernd Frenz, Jahrgang 1964, schrieb schon früh Kurzgeschichten für Musik – und Rollenspielmagazine und gewann einen von Wolfgang Hohlbein ausgeschriebenen Story-Wettbewerb. Trotz einer kaufmännischen Lehre und eines Studiums der Betriebswirtschaft entschied er sich für eine Tätigkeit als freier Journalist und Romanautor, um seine Vorliebe für Abenteuer, Historie und Phantastik besser ausleben zu können. So gehörte er zu den Hauptautoren der SF/Fantasy-Serie "Maddrax", schrieb für den "Perry-Rhodan" und verfasste drei Romane zu dem Computerspielhit S.T.A.L.K.E.R.: Shadow of Chernoby. Im Jahre 2009 startete seine große Fantasy-Trilogie um das Volk der »Blutorks« im Blanvalet Verlag.
Claudia Kern spezialisiert sich auf Novellen und Filmbücher zu Computerspielen. Sie ist die Verfasserin vieler Romane für die Serien «Maddrax», «Professor Zamora», «Perry Rhodan» und «Anno», übersetzte Romane zu «Halo» und «WarCraft» und schrieb an der Storyline des Computerspiels «DarkStar One» mit. Gemeinsam mit Bernd Frenz verfasste sie den Roman «Todezone». Claudia Kern ist außerdem Redakteurin der Filmzeitschrift «Space View». Wir hatten leider keine Möglichkeit uns mit ihr in Verbindung zu setzen.
GSC-Fan.com: Guten Tag, Herr Frenz! Wir freuen uns mit Ihnen zu sprechen. Wir sind der Meinung, dass es für die russisch sprechenden Lesern interessant wäre, mehr über den Autor des Zyklus “S.T.A.L.K.E.R.” in Deutschland zu erfahren. Wie sind Sie in die Welt der Phantastik gekommen?
Bernd Frenz: Ich habe schon immer gerne Romane der unterschiedlichsten Genre gelesen, vor allem historische Romane und Krimis, aber auch alle Spielarten der Phantastik, also Science Fiction, Horror und Fantasy. In meiner Jugend war der amerikanische Autor Stephen King sehr beliebt, von dem habe ich natürlich viel gelesen. Ich war damals aber auch ein großer Fan von H.P. Lovecraft und seinen Cthulhu-Geschichten, außerdem mochte ich alles von Robert E. Howard. Russische Autoren habe ich kaum gelesen, dafür aber viele russische Märchen- und Phantastikfilme gesehen. Obwohl ich in Westdeutschland aufgewachsen bin, konnte meine Familie – da wir relativ nahe an der innerdeutschen Grenze wohnten – ostdeutsches Fernsehen empfangen. Da liefen natürlich viele russische Filme im Programm. Als Kind haben mir viele russische und tschechische Märchenfilme sehr gut gefallen, später waren es dann die Jules Verne Verfilmungen des Tschechen . In den 80ern habe ich auch Stalker von Andrej Tarkowskij zum ersten Mal gesehen und war damals tief beeindruckt.
«Todeszone»: «Seit im Jahre 1986 der Block 4 des ukrainischen Kernreaktors Tschernobyl durch eine Kernschmelze und Explosion mit katastrophalen Auswirkungen für Mensch und Natur zerstört wurde, sind fast 20 Jahre ins Land gegangen. Die Ruinen und verlassenen Häuser der ehemals von Kraftwerksangestellten bewohnten und nun verlassenen Stadt sind mittlerweile zu einem Anlaufpunkt für Sightseeing - Touristen geworden, die sich in wohligem Grusel der noch immer kontaminierten “Todeszone” nähern.
Zu diesen Schaulustigen gehört auch der junge Deutsche David Rothe, welcher mit seinen Eltern während eines Bus-Trips durch die Ukraine in der Stillen Stadt Halt macht.
Plötzlich verschwinden in einem grellen Energieblitz Fahrzeug und Insassen. Als ukrainische Sicherheitskräfte am Ort des Phänomens eintreffen finden sie etwas abseits in den Ruinen nur David, bewusstlos und mit verbrannter Kleidung. Der mit der Ermittlung des Geschehens beauftragte Major Alexander Marinin stößt bei Militärs und Politikern auf eine Mauer des Schweigens und auch der junge Deutsche ist ihm keine Hilfe, da er sich zwar an nichts erinnert, allerdings angibt, eine merkwürdige Sehnsucht nach der Todeszone zu verspüren.
Einige Jahre später: der zu einem Mann herangewachsene David durchstreift - beobachtet von unterschiedlichen Geheimdiensten- auf der Suche nach seinen Eltern die Zone um den Atommeiler, wobei ihm besondere psychische Fähigkeiten vor den tödlichen Gefahren des Gebietes - mutierten Ratten, Zombies, Schwerkraftminen, tödlichem Nebel und mörderischen Pflanzen - bewahren. Als der Zufall ihn und Marinin wieder zusammenführt, gelingt es den Beiden zwar, den Phänomenen, die ihren Ursprung in geheimen Laboratorien unter dem Kernkraftwerkskomplex Tschernobyls zu haben scheinen, auf die Spur zukommen, doch einmal mehr drohen Politiker und Militärs, ihnen einen Strich durch die Rechnung zu machen.»
GSC-Fan.com: Gibt es einen Unterschied zwischen deutschen und fremdsprachigen Kollegen?
Bernd Frenz: Ich denke nicht. Phantastik-Autoren möchten ihre Leser mit fantasievollen Geschichten unterhalten, darin gleichen sie sich wohl überall auf der Welt. Die Schreibstile mögen sich dabei manchmal unterscheiden, aber diese Vielfalt macht es für die Leser erst richtig interessant.
GSC-Fan.com: Wie sagen Ihre Verwandten zur Ihrer schriftlichen Tätigkeit?
Bernd Frenz: Tja, am Anfang wird man da natürlich immer für etwas versponnen gehalten, aber sobald man das erste Geld damit verdienen kann, legt sich das ganz schnell. J Im Prinzip kann ich mich aber nicht beklagen. Meine Eltern haben mich immer unterstützt, obwohl sie mit den Romanen, die ich geschrieben habe, nie etwas anfangen konnten. Die ersten aus meiner Familie, die meine Bücher gelesen haben, waren meine Schwägerinnen, meine drei älteren Brüder sind dagegen leider etwas lesefaul.
GSC-Fan.com: Welche Regeln und Bedingungen benutzen sie bei der Mitautorenschaft? Was interessiert Sie an der Kollektivarbeit?
Bernd Frenz: Ich habe mehrere Jahre an der deutschen Endzeitserie Maddrax mitgeschrieben. Dort waren wir ein Team aus fünf Autoren, die gemeinsam an einer Serie geschrieben haben, die alle zwei Wochen als Magazin von 64 Seiten erschienen ist. Das Schöne an so einem Teamwork ist, das man ständig Ideen austauscht und das kann sehr inspirierend sein. Negativ daran ist, dass ein Autor auch Ideen mittragen muss, die er selbst nicht so gut findet.

Mit meiner Kollegin Claudia Kern habe ich bei Maddrax besonders gut zusammengearbeitet. Wir lagen mit unseren Ideen meist auf der gleichen Wellenlänge, darum haben wir auch schon bei Maddrax mehrmals gemeinsam Romane geschrieben, weil wir gemerkt haben, dass wir schneller vorankommen, wenn wir uns die Ideen wie Bälle gegenseitig zuwerfen.Beim ersten Stalker-Roman haben wir das genauso gemacht. Wir haben uns getroffen und die Handlung zusammen ausgedacht und abgesprochen, wer welche Kapitel schreiben soll. Da Claudia dann mit anderen Aufträgen ausgelastet war, habe ich aber schon beim ersten Band den größten Teil des Textes alleine geschrieben. Bei den Bänden zwei und drei hatte sie dann gar keine Zeit mehr, sodass ich diese Romane ganz alleine in Angriff genommen habe.

«Inferno»: «Am 12. April 2006 führen illegale PSI-Experimente zu einer furchtbaren Katastrophe. Rund um den stillgelegten Kernreaktor von Tschernobyl wird ein dreißig Quadratkilometer großes Gebiet zur Sperrzone erklärt. Sechs Jahre später spitzt sich die Lage dramatisch zu. Die Absperrung lässt sich nicht länger aufrechterhalten. Unzählige Glücksritter, so genannte Stalker, durchkämmen das verseuchte Gebiet nach Artefakten, die weltweit Abnehmer finden. Für ihre Geldgier zahlen viele Stalker einen hohen Preis, denn sie werden auf Schritt und Tritt mit unerklärlichen Phänomenen und gefräßigen Mutationen konfrontiert. Die Verantwortlichen der Katastrophe versuchen um jeden Preis zu retten, was zu retten ist. Zu diesem Zweck bedienen sie sich der Monolith-Stalker, einer religiösen Sekte, die jeden ihrer verbrecherischen Pläne ausführt. Nur zwei Männer stellen sich ihnen in den Weg. David Rothe und Major Alexander Marinin, die erneut in die Zone vorstoßen, um die Welt vor einem Inferno ungeahnten Ausmaßes zu bewahren.»
GSC-Fan.com: Was haben Sie bei der Arbeit benutzt? Wahrscheinlich haben die Mitarbeiter von “GSC Game World” Ihnen das Spielmaterial gegeben? Was erlaubte Ihnen sich in die Stimmung dieses Spieles einzufühlen?
Bernd Frenz: Als wir den ersten Roman “Todeszone“ geschrieben haben, war das Spiel noch gar nicht auf dem Markt. Wir haben aber von GSC das Hintergrundmaterial bekommen, das auch den Spielentwicklern zur Verfügung stand. Da wir uns entschieden haben, im ersten Roman die Vorgeschichte der Zone zu erzählen, also, wie die illegalen Forschungen unter dem Reaktor zur Katastrophe führen, waren wir auch ausreichend unterrichtet, obwohl es später Abweichungen zum endgültigen Spiel gab. Im Manuskript war z.B. noch die Rede von Gravitationsbomben, die im Spiel nicht mehr vorkommen. Bevor ich mit dem zweiten Roman angefangen habe, habe ich den deutschen Stalker-Publisher besucht und konnte bei ihm einen Nachmittag lang in der Beta-Version von „Shadow of Chernobyl“ spielen. Dank des God-Modus konnte ich mich auch am Ende des Spiels umschauen und hatte so genügend Informationen, um auch die Bände zwei und drei zu schreiben, in denen die Geschichte von David Rothe und dem ukrainischen Kriminalbeamten Alexander Marinin zu Ende erzählt wird.
GSC-Fan.com: Hatten Sie irgendwelche Schwierigkeiten beim Schreiben der S.T.A.L.K.E.R.-Bücher?
Bernd Frenz: Nein, überhaupt nicht. Ich mag düstere Endzeit-Szenarien, insofern kam mir die Handlung von S.T.A.L.K.E.R. sehr entgegen. Das Gute an der Geschichte ist natürlich auch, dass sie auf einem real existierenden Gelände spielt, über das ich mich sehr gut informieren konnte. Das hat mir sehr geholfen, die Szenen innerhalb der Zone zu beschreiben.
GSC-Fan.com: Der Hauptheld der Trilogie “S.T.A.L.K.E.R.”, David Rothe, ist ein deutscher Tourist, der Tschernobyl besucht hat. Haben Sie den realen Wunsch, Tschernobyl zu besuchen?
Bernd Frenz: Wenn sich mal die Gelegenheit ergibt, warum nicht? Ich sehe das Gelände als Mahnmal, das uns allen zeigt, wohin es mit der Menschheit gehen kann, wenn sie nicht aufpasst. Das ist ein echtes Stück Zeitgeschichte, die mich natürlich interessiert. Um einen entspannenden Urlaub zu verbringen, würde ich aber doch lieber zum baden ans Meer fahren. J
GSC-Fan.com: Der “Panini-Verlag” hat die Rechte bekommen, die Bücher des Serie “S.T.A.L.K.E.R.”, die in GUS (Gemeinschaft unabhängiger Staaten) herausgegeben werden, in Deutschland zu veröffentlichen: «Zone der Verdammten», Wasilij Orechow, «Deserteur», Aleksej Stepanow, «Tödliche Sümpfe», Aleksej Kalugin. Haben Sie diese Bücher gelesen, was denken Sie über diese Romane?

Bernd Frenz: Ich habe es leider bisher noch nicht geschafft, eines der anderen Bücher zu lesen. Ich weiß aber von den Panini-Redakteuren, dass die S.T.A.L.K.E.R.-Reihe zu den am besten laufenden Videogame-Reihen des Verlags gehört. Das betrifft nicht nur meine Trilogie, sondern auch die Romane der russischen Kollegen. Die S.T.A.L.K.E.R.-Romane kommen also alle gut bei den deutschen Lesern an.
GSC-Fan.com: Ist es möglich den Zyklus “Todeszone”, “Inferno” und “Apokalypse” auf Russisch zu veröffentlichen? Es ist bekannt, das der russische Vorschlag “ЭКСМО” einen Vertrag mit “Panini Books” hat und ein Teil des ersten Romans übersetzt wurde. Aber ab einem bestimmten Punkt wurde das Projekt eingefroren.
Bernd Frenz: Ja, das ist richtig. Ich würde mich natürlich sehr freuen, wenn die drei Romane noch auf Russisch erscheinen, denn jeder Autor möchte von möglichst vielen Menschen gelesen werden. Und in einem fremden Land zu veröffentlichen ist immer etwas ganz Besonderes. Warum die Übersetzung eingestellt wurde, weiß ich leider auch nicht. Ich nehme an, dass es lizenzrechtliche Probleme gibt, aber das ist nur eine Vermutung.
GSC-Fan.com: Haben Sie den Wunsch über diese Thematik weiter zu schreiben?
Bernd Frenz: Eigentlich ist das Thema Tschernobyl für mich mit den drei Büchern erschöpfend behandelt, aber wer weiß schon, was noch an interessanten Add-Ons kommt? J Im Moment bin ich aber vor allem mit meinen eigenen Fantasy-Welten beschäftigt. So habe ich gerade eine Trilogie über das Volk der Blutorks geschrieben, ein Ork-Volk mit ganz besonderen Fähigkeiten, das die Lava beherrscht und sich gegen menschliche Invasoren zur Wehr setzen muss.

GSC-Fan.com: Widmen Sie Ihre freie Zeit dem Computerspiel oder dem Internetsurfen? Ist Ihnen das Spiel “S.T.A.L.K.E.R.” bekannt?
Bernd Frenz: Das Internet ist natürlich auch aus meinem Leben kaum noch wegzudenken. Manchmal surfe ich viel zu viel und versuche dann ganz bewusst mich einzuschränken. Da ich ein großer Comic-Fan bin, treibe ich mich oft in entsprechenden Foren herum, ich habe es mir aber inzwischen abgewöhnt, mich an irgendwelchen Diskussionen zu beteiligen, weil das oft zu zeitraubend ist. Der Ego-Shooter S.T.A.L.K.E.R. ist mir natürlich nicht nur bekannt, ich habe ihn auch bis zum Ende durchgespielt.
«Apocalypse»: «Tschernobyl - in nicht allzu ferner Zukunft. Noch immer liegt das alte Kraftwerk inmitten einer Sperrzone, die der gesamten Menschheit Rätsel aufgibt. Es ist ein Areal des Schreckens, in dem Mutanten ihr Unwesen treiben und die bestehenden Naturgesetzte ausser Kraft gesetzt werden. Aber auch ein Ort, der Glücksritter aus aller Welt anzieht, die hier das ganz grosse Geld wittern. Den meisten dieser Stalker geht es nur darum, die Zone nach Artefakten zu durchsuchen, um sie an den Meistbietenden zu verkaufen. Doch unter ihnen befinden sich zwei Männer, die mehr wollen. David Rothe und Alexander Marinin sind fest entschlossen, das Mysterium der Zone zu ergründen. Gegen alle Widerstände dringen sie bis in das alte Kraftwerk vor, doch es ist ein harter Weg, voller Tod und Gefahren, an dessen Ende bittere Erkenntnisse warten…»
GSC-Fan.com: Machten Sie einen Vorschlag aus Russland, um Ihre phantastische Bücher herauszugeben?
Bernd Frenz: Bisher hat sich noch kein russischer Verlag für meine weiteren Romane interessiert, aber natürlich würde ich mich freuen, wenn auch die Blutorks in fremde Sprachen übersetzt werden. Vielleicht ergibt sich das ja noch im Laufe der nächsten Jahre.
GSC-Fan.com: Welcher Meinung haben Sie zur gegenwärtigen Phantastik?
Bernd Frenz: Ich finde sie so vielfältig und abwechslungsreich wie selten zuvor. Früher gab es in Westdeutschland (von wenigen Ausnahmen wie Arkadi und Boris Strugatzki abgesehen) überwiegend Phantastik aus den USA zu lesen, inzwischen hat sich aber eine sehr starke eigene Szene entwickelt, außerdem kommen auch verstärkt Autoren aus anderen Ländern zum Zuge. Russische Autoren wie Sergej Lukianenko und Dmitry Glukhovsky sind bei uns derzeit z.B. sehr erfolgreich.
GSC-Fan.com: Möchten Sie zum Schluss des Interviews einige Worte und Wünsche den Phantastikliebhabern und den Fans des Spieles “S.T.A.L.K.E.R.” in GUS sagen?
Bernd Frenz: Ich möchte mich vor allem für dieses Interview bedanken, das mir großen Spaß gemacht hat. Ich hoffe natürlich, dass die Romane “Todeszone”, “Inferno” und “Apokalypse” irgendwann in der GUS veröffentlicht werden (und das sie dann genauso erfolgreich werden, wie die Romane der russischen Kollegen in Deutschland J). Aber auch so wünsche ich allen S.T.A.L.K.E.R.-Fans weiterhin viel Freude, ganz gleich, ob nun mit dem Spiel oder einem der zahlreichen Romane.

Herr Frenz! Vielen Dank für die Zeit, die Sie uns für das interessante Gespräch gewidmet haben. Es bleibt die Hoffnung auf die Veröffentlichung Ihrer S.T.A.L.K.E.R.-Trilogie auf Russisch. Wir glauben fest daran, da es letztlich geschehen wird und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg und unerschöpfliche Begeisterung!
Der Autor zeigt sich erkenntlich bei Oleg Yavorsky für die Hilfe bei der Organisierung des Interviews, Andriasch Koslovsky für Unterstützung, Walentina Gorbunowa und Witaliy Gwynbleid für die Übersetzung.
Информация о материале
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Автор: noname Рейтинг автора: +5550 |
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Добавлено 20.10.10 в 13:19
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